Australien Au Pair Erfahrungsberichte
Werde Au Pair und mache unvergleichliche Erfahrungen
Christana Nelly
Als jemand der die Arbeit mit Kindern liebt, dachte ich von Anfang an die Arbeit als Au Pair sei wie für mich geschaffen. Ich würde jeden Tag Kinde betreuen können und nebenher Zeit für Reisen und Sightseeing haben. Einige meiner Freunde hatten bereits als Au Pair gearbeitet und die Zeit sehr genossen, was mich in meinem Vorhaben nur noch bestätigte. Ich fragte sie über jede Einzelheit aus um sicherzustellen, dass ich alles mitbrachte was es dafür brauchte und um Tipps für Bewerbungen und Anfragen zu erhalten. Sie empfahlen mir einige Webseiten auf denen ich mich für Stellen in aller Welt registrieren konnte und ich tat dies auch wo ich nur konnte um möglichst schnell eine Zusage zu bekommen.
Um mich auf die Zeit als Au Pair bestmöglich vorzubereiten nahm ich einige Jobs als Babysitter war. Meine ersten beiden Familien hatten je 2 und 5 Kinder im Alter von mindestens 2 Jahren und es fiel mir sehr leicht sie zu betreuen.
Dann bekam ich eines Tages doch eine Zusage von einer australischen Familie die gerne meine Dienste für ihr Neugeborenes und ihren dreijährigen Sohn in Anspruch nehmen würden. Ich hatte bis dato noch keine Erfahrung in der Versorgung von Babys gehabt aber ich war trotz allem optimistisch auch diese Herausforderung zu meistern und so verließ ich Deutschland kurze Zeit später um mich auf den Weg nach Australien zu machen, nicht ahnend was mich dort erwarten würde.
Am Haus der Familie angekommen war ich überrascht von der Großzügigkeit des Grundstücks und der Menge des Spielzeugs gemessen an der Anzahl der Kinder. Ich wurde umgehend in alle Tätigkeiten eingewiesen die ab sofort in meine Zuständigkeit fallen würden und obwohl es einiger Einarbeitungszeit bedarf, kam ich gut zurecht.
Die Dinge wuchsen mir nur dann ein wenig über den Kopf wenn das Baby zu schreien anfing. Wie schon erwähnt hatte ich keine Erfahrung im Umgang mit Neugeborenen und so stellte sich schnell heraus, das ich nicht die nötige Geduld und emotionale Stabilität mitbrachte, um das es adäquat zu betreuen.
Ganz egal was ich auch tat, ich war nicht in der Lage das Baby zu beruhigen und seinen offensichtlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Auf der anderen Seite hatte ich Angst mit meinen Problemen zu meinen Gasteltern zu gehen, da ich sie nicht enttäuschen und schon gar nicht meinen Aufenthalt in ihrem Hause und generell in Australien gefährden wollte.
Also versuchte ich weiter auf eine Wellenlänge mit ihrem Neugeborenen zu kommen, doch jedes mal wenn es zu schreien begann, stieg der emotionale Druck der auf mir lastete weiter an. Es wurde so schlimm, dass ich von Zeit zu Zeit aus der Situation flüchtete um mir den Stress von der Seele zu weinen, und ich rechnete täglich mit dem Rausschmiss. Ich musste mir also etwas einfallen lassen, um die Gasteltern von meinem Wert zu überzeugen und bleiben zu dürfen.
Ich bemerkte, dass die beiden Hunde der Familie selten ausgeführt wurden und einen starken Mangel an Beschäftigung hatten. Die Eltern hatten bereits beiläufig verlauten lassen, dass sie gerne häufiger mit den Hunden rausgehen und sie trainieren würden, aber nie die Zeit dafür fänden. Ich hatte bereits einige Erfahrung mit Haustieren und speziell mit Hunden und so trug ich meine Idee vor:
Ich würde tagsüber mit den Hunden trainieren gehen und sie ausführen und abends mit das Ältere ihrer Kinder betreuen. Im Gegenzug würde ich bleiben dürfen und von einigen Pflichten gegenüber dem Neugeborenen befreit. Die Familie willigte ein und so machte ich mich an die Arbeit.
Die Hunde lernten schnell und nach einiger Zeit beherrschten sie eine Vielzahl an Kunststücken sehr zur Freude der Gasteltern. Die Freude war sogar so groß, dass sie mich die volle geplante Zeit bei ihnen wohnen ließen. Und mit der Zeit gelang es mir sogar immer mehr einen Zugang zum Baby zu bekommen und mit seinem Geschrei umzugehen. Bis heute bin ich mir nicht über die genauen Gründe meiner anfänglich negativen Reaktion bewusst. Ich wuchs während meines weiteren Aufenthalts sehr eng mit der Familie zusammen und so wurde es eine unvergessliche Zeit für beide Seiten.
Alles in Allem würde ich jedem einen Auslandsaufenthalt als Au Pair empfehlen. Es ist jedoch vor allem wichtig, sich selbst vorher im Umgang mit Kindern jeden Alters zu beobachten und eventuelle Vorlieben und Abneigungen auszuloten. Das erspart viel Ärger und Enttäuschung, obwohl auch das mit ein bisschen Einfallsreichtum und Geduld zu bewältigen ist.

Australien Demi Pair



